Tränensäcke – Ursachen und Behandlung

Als Tränensäcke bezeichnet man die Schwellung der Unterlider oder die erschlaffte Haut und des darunter liegenden Binde- und Muskelgewebes unter dem Auge. Bei der Schwellung handelt es sich um Fettgewebe, das mit Lymphflüssigkeit gefüllt ist. In den Tränensäcken sammeln sich also keine Tränen, wie es fälschlicherweise oft angenommen wird. Sie können oft bis zum Jochbein reichen und treten in vielen Fällen auch gemeinsam mit erschlafften Oberlidern in Erscheinung.

Tränensäcke können die Folge von Allergien, Schlafmangel, Augentrockenheit oder einer Bindehautentzündung sein. Diese können sich mit der Zeit von selbst zurückbilden. Wenn sich die Tränensäcke allerdings über einen längeren Zeitraum entwickelt haben und nicht prall anfühlen, sondern die Haut am Unterlid sichtbar hängt, liegt oftmals eine Bindegewebsschwäche vor. In diesem Fall handelt es sich um chronische Tränensäcke. Sie stellen ein kosmetisches Problem dar, das nur operativ behoben werden kann.

Ursachen von Tränensäcken

Tränensack am weiblichen AugeTränensäcke können verschiedene Ursachen haben. Der häufigste Grund für Tränensäcke ist eine genetische Veranlagung, sie ist für die Beschaffenheit des Bindegewebes verantwortlich. Das Erschlaffen des Bindegewebes geschieht vor allem mit fortschreitendem Alter, da die Haut mit der Zeit an Fülle und Spannkraft verliert. Hinzu kommt, dass die Haut im Augenbereich sehr dünn ist und deswegen verstärkt von einer Erschlaffung des Gewebes betroffen ist.

Ursachen für temporäre Tränensäcke sind hingegen vermeidbar, da sie meist aus ungesunden Lebensgewohnheiten resultieren. Meist leiden Patientinnen und Patienten mit stark ausgeprägten Tränensäcken unter Stress, mangelndem Schlaf oder sie trinken zu wenig Wasser. Auch starker Alkohol- und Nikotinkonsum können die Bildung von Tränensäcken fördern.

Behandlung der Tränensäcke ohne OP

Es gibt viele Möglichkeiten, um Tränensäcke zu bekämpfen. In manchen Fällen ist ausreichender Schlaf und viel Wasserkonsum schon genügend. So werden die Zellen mit Feuchtigkeit versorgt, wodurch die Haut gefestigt wird. Gegen temporäre Tränensäcke helfen auch kalte Kompressen mit Kamillentee, eisgekühlte Teelöffel oder gekühlte Gurkenscheiben.

Eine weitere Möglichkeit, mit der man Tränensäcke und Augenringe behandeln kann, ist Hyaluronsäure. Hyaluronsäure ist ein wichtiger Bestandteil des Bindegewebes, welches körpereigenes Wasser bindet, und somit einen aufpolsternden Effekt im Gewebe erzielt. Viele Augenpflegeprodukte beinhalten Hyaluronsäure. Mit solchen Produkten kann man temporäre Tränensäcke gut behandeln. Soll der Effekt aber länger anhalten, kann Hyaluronsäure auch direkt unter die Haut gespritzt werden. Dieser Eingriff wird zwar auch von vielen Hautärzten angeboten, sollte aber unbedingt von einem Facharzt für Plastische bzw. Plastische und Ästhetische Chirurgie durchgeführt werden. Gern helfen wir Ihnen, einen geeigneten Spezialisten in Ihrer Nähe zu finden.

Entfernen der Tränensäcke – Unterlidkorrektur

Tränensäcke können mit einer Unterlidkorrektur auch schonend operativ korrigiert werden. Die Operation findet unter Lokalanästhesie oder unter einer kurzen Vollnarkose statt. Der Schnitt des Chirurgen wird vom äußeren Augenwinkel nach innen, direkt unterhalb der Wimpern gesetzt. Mit einer korrekten Nachsorge und ausreichenden Pflege, können sichtbare Narben ausgeschlossen werden.

Anschließend wird die Haut des Unterlids angehoben und das überschüssige Fett in natürlichen Proportionen verteilt oder entfernt. Dabei werden die Haut und die Muskulatur des Augenunterlids gestrafft. Kurz nach der Korrektur des Unterlids ist mit einer Schwellung der Augenlider sowie in seltenen Fällen mit größeren Blutergüssen zu rechnen.

Kosten einer Unterlidstraffung

Die Kosten einer Unterlidstraffung sind abhängig vom Ausmaß der Korrektur, der gewählten Methode und der individuellen Preisvorstellung des operierenden Arztes. Aus diesem Grund kann man im Vorhinein keinen genauen Preis nennen. Der individuelle Preis wird erst nach der Beratung vom Arzt festgelegt. Er beläuft sich in der Regel jedoch auf 1.500 bis 3.500 € und setzt sich aus folgenden Punkten zusammen:

  • Beratungsgespräch
  • Anästhesie
  • OP-Team
  • OP-Saal
  • Operation
  • Medizinische Nachsorge

Da eine Unterlidstraffung in den meisten Fällen aus ästhetischen Gründen vorgenommen wird und medizinisch nicht notwendig ist, werden die Kosten auch nicht von den Krankenkassen übernommen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Unterlidstraffung haben, können Sie uns gerne kostenlos anrufen oder schreiben – natürlich ganz unverbindlich und diskret.

Telefon: 0800 100 41 14